ANC-NEWS Hürtgenwald (Kreis Düren) - Ein großer Waldbrand hält seit Donnerstagnachmittag (13. August) zahlreiche Einsatzkräfte im Kreis Düren in Atem. In der Gemeinde Hürtgenwald hat sich ein Feuer innerhalb weniger Stunden massiv ausgebreitet. Während zunächst von rund 15 Hektar betroffener Fläche die Rede war, sind nach aktuellen Angaben mittlerweile etwa 25 Hektar Wald betroffen. Nach Angaben der Feuerwehr handelt es sich um einen sogenannten Wipfelbrand. Dabei breiten sich die Flammen nicht nur am Boden aus, sondern greifen auf die Baumkronen über und können sich von dort schnell weiter durch den Wald ausbreiten. Zeitweise waren rund mehrere Hundert Einsatzkräfte mit zahlreichen Löschfahrzeugen vor Ort. Unterstützung erhalten die Feuerwehrleute aus der Luft. Ein Hubschrauber ist in die Brandbekämpfung eingebunden und wirft Wasser über dem betroffenen Waldgebiet ab. Auch Landwirte und weitere Privatpersonen unterstützen die Einsatzkräfte und bringen zusätzliches Löschwasser in das Einsatzgebiet. Die Feuerwehr versucht gleichzeitig, die weitere Ausbreitung am Boden zu stoppen. Dazu werden unter anderem Schneisen angelegt und anschließend mit Wasser befeuchtet. Sie sollen verhindern, dass die Flammen weitere Waldflächen erfassen. Die enorme Rauchentwicklung ist kilometerweit sichtbar. Die Lage bleibt angespannt. Die anhaltende Trockenheit erschwert die Löscharbeiten zusätzlich. In weiten Teilen Nordrhein-Westfalens sind die Böden derzeit stark ausgetrocknet, die Waldbrandgefahr ist entsprechend hoch. Nicht nur in Hürtgenwald kämpfen die Feuerwehren derzeit gegen Vegetationsbrände. Auch an weiteren Stellen in Nordrhein-Westfalen kam es am Donnerstag zu größeren Wald- und Flächenbränden. Wie das Feuer in Hürtgenwald entstanden ist, ist bislang nicht bekannt. Die Löscharbeiten dauern an.
- inkl. O-Ton Einsatzleiter der Feuerwehr
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